Gnadenhof Emmrich

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Die kleine „Namenlos“ hat Angst. Furchtbare Angst. Denn sie ist blind – und ganz auf sich allein gestellt. „Namenlos“ ist eine Straßenkatze. Sie ernährt sich von Abfällen, sucht Schutz vor der Kälte, hat niemanden, der sich um sie kümmert. Vor einigen Tagen wurde sie von einer älteren Frau entdeckt, die 80-Jährige Tierfreundin gibt ihr Futter und informiert den Gnadenhof. Seitdem setzen wir alles daran, dem kleinen Kätzchen zu helfen, um ihm ein neues Zuhause zu geben.

Die Geschichte von „Namenlos“ ist nur eine von vielen, mit denen wir bei unserer täglichen Arbeit konfrontiert werden. Halb verhungerte Muttertiere, die ihre Jungen nicht mehr ernähren können und zusehen müssen, wie sie auf der Straße sterben, Kätzchen mit Behinderungen, Tiere, die sich beim Durchsuchen von Abfällen die Pfoten aufgeschnitten haben, Tiere, die keiner mehr haben will, weggeworfen wie Müll.

Sie sind Wind und Wetter, Hunger, Gefahren, Kämpfen und Krankheiten ausgesetzt. Ungeliebt, abgemagert, verletzt und krank leben sie im Verborgenen unter unwürdigen Bedingungen.
Sie leiden heimlich, ziehen sich krank zurück und sterben irgendwann unbemerkt einsam, so, als hätten sie nie existiert.

Das ist der grausame Alltag der Straßenkatzen in Deutschland.

Dabei haben die kleinen Wesen nichts verbrochen. Denn bei ihnen handelt es sich um ausgesetzte ehemalige Stubentiger oder Nachkommen von unkastrierten Hauskatzen.
Wir Menschen sind somit verantwortlich für dieses Dilemma.

Laut Schätzungen von Tierschützern leben derzeit rund zwei Millionen Straßenkatzen in Deutschland, Tendenz steigend. Doch ihr Elend wird sich nicht ändern, solange sich Katzen weiter ungeschützt vermehren können.

www.katzennothilfe.de

2013 wurde mit Einfügung des § 13b in das Tierschutzgesetz auch eine Möglichkeit geschaffen, auf tierschutzrechtlicher Basis eine entsprechende Verordnung zu erlassen.
Einige Kommunen sind hier bereits Vorreiter, so gibt es beispielsweise Kastrationssatzungen auf ordnungsrechtlicher Basis in Bad Belzig, Frankfurt/Oder, Jüterbog, Luckenwalde, Bremen, Bremerhaven, Rostock, Radeberg, Erfurt, Jena, in 24 Kommunen in Hessen, 104 Kommunen in Nordrhein-Westfalen, 239 Kommunen in Niedersachsen, um nur einige zu nennen. Auch wir setzten uns, neben den täglichen Bemühungen  um die Tiere,  für die notwenige Kastrations- und Chip Pflicht ein. Eine andere Möglichkeit sehen wir nicht, diesem „Fass ohne Boden“ gerecht zu werden.


Die Linderung des Tierelends, die Tierarztkosten, die Versorgung der Tiere sowie die vorbeugenden Maßnahmen, wie z.B. das Betreuen von Futterstellen, sind mit hohen Kosten verbunden. So benötigen wir aktuell dringend neue Quarantäneboxen sowie finanzielle Mittel für Kastrationen und die tägliche Versorgung unserer Schützlinge.
Wir finanzieren uns ausschließlich aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Erbschaften.


Kraftvoll werden wir ehrenamtlich weiterarbeiten, um das Leid dieser Tiere zu lindern und den Tieren wie „Namenlos“ eine Identität zu geben und ihnen ein würdiges Leben zu ermöglichen.

"Mitleid mit Tieren und ein guter Charakter sind derart eng miteinander verknüpft, dass man mit Gewissheit feststellen kann, dass niemand, der grausam zu Tieren ist, ein guter Mensch sein kann."
Arthur Schopenhauer

Wir möchten uns mit diesen Ostergrüßen bei unseren Mitgliedern, Spendern, Helfern sowie Menschen, die einem in Not geratenem Tier ein schönes Zuhause gegeben haben und allen Tierfreunden bedanken.
Ohne sie wäre unsere Arbeit mit den Tieren nicht möglich.

Ein frohes Osterfest
wünscht
der Gnadenhof Emmrich e.V.
06905 Bad Schmiedeberg, Bergsiedlung 7  -  Tel.: 034925-70454 oder 0172-3613913
www.gnadenhof-emmrich.de  -  armetiere@gnadenhof-emmrich.de
IBAN:  DE80 8055 0101 0000 0530 23  - BIC:  NOLADE21WBL
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