Therap. Wirkung von Tieren - Gnadenhof Emmrich

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Therap. Wirkung von Tieren


Sie führen Blinde, bringen der gehörlosen Mutter das weinende Kind , warnen Epileptiker vor einem Anfall und sind immer für uns da. Doch Hunde und andere Tiere können noch mehr. Ihre Zuneigung hat heilende Kraft.
Ihre Nähe reicht schon, damit Menschen sich besser fühlen. In Europa ist das Forschungsfeld "Tiere als Co- Therapeut" noch nicht so verbreitet wie in den USA und Australien. Bisherige Studien zeigen eine Vielzahl positiver Effekte für die psychische und physische Gesundheit der Menschen.
Die Einsatzmöglichkeiten der Tiere für eine Therapie sind vielfältig, so werden Delfine für die Therapie mit autistischen Kindern eingestezt.
Schwerbehinderte Menschen machen Fortschritte bei der Körperbeherrschung durch den Umgang mit Hunden.
Herzinfarktpatienten, welche ein Haustier besitzen, haben eine höhere Überlebenschance als Patienten ohne Haustier.
Tiere werden vermehrt in die Therapie in Alten- und Pflegeheimen einbezogen. Wenn Tiere unter Aufsicht von ärztlich geschultem Fachpersonal in einem genau dokumentierten Heilungsprozess mit einbezogen werden, spricht man von tiergestützter Therapie (AAT).
Auf dem Pferderücken lassen sich zum Beispiel die Leiden von Multiple- Sklerose- Kranken und Gelähmten lindern.
Die krankengymnastischen Übungen der Hippotherapie lockern Muskulatur und Verspannung und verhindert die Versteifung der Gelenke. Durch die Bewegung des Pferdes werden Impulse an die Muskeln weitergegeben, die gelähmte Patienten allein nie machen könnten.
Auch Kinder aus Krankenstationen und Jugenpsychatrien blühen im Umgang mit den Pferden auf, erleben beim Füttern und Streicheln die bedingungslose Zuneigung eines warmen, weichen Wesens. Und hier beginnt der fließende Übergang von der zielorientierten tiergestützten Aktivität (AAA). Dabei soll das Tier ganz ohne Therapie, einfach durch seine Gesellschaft, die Lebensqualität alter und kranker Menschen verbessern, etwa mit Besuchen in
Altersheimen. Anders als Menschen haben Tiere keine Berührungsängste mit Krankheit und Tod. Ihnen ist es egal, dass ihnen ein ausgezehrter Kranker gegnübersitzt. So was baut Senioren natürlich auf, die häufig ganz ohne Ansprache in Heimen vereinsamen. Hier kann der Hund nicht nur wunderbare Gesellschaft und Zuhörer sein: Als "Eisbrecher" schafft er auch Kontakt zu anderen Menschen.
Jeder der ein Tier zu Hause hat, hat selber diese magischen Momente erlebt, wenn Tiere mit dem Herzen "sehen", wo es uns gerade zwickt.

Ausschnitt aus der Praktikumsarbeit von
Katja Senftenberg
Quellen:
Champion 04/99
Mensch und Tier 04/01
Ein Herz für Tiere 11/99


 
 
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